Geburtsbericht SARAH
Der errechnete Termin war der 18.09.2005 doch an diesem Tag geschah noch nichts. Nun hieß es, aller 2 Tage CTG zu schreiben. Als Romy am 24.09. wieder zum CTG schreiben kam, machte sie uns den Vorschlag, die Geburt mit einem sog. Wehencocktail etwas voran zu treiben. Ich bereitete ihn mir vor und war sehr froh, als er in mir war. Danach verwöhnte mich mein Mann mit einer Bauchmassage mit Wehen förderndem Massageöl. Nach dem Mittag machten wir einen ausgiebigen Spaziergang, doch es tat sich noch nichts.
Als wir gg. 23 Uhr ins Bett gehen wollten, passierte es: die ersten Wehen. Da ich Erstgebärende war, wusste ich nicht wie sich Wehen anfühlten und war erstmal froh, dass sie nicht so schmerzhaft wie die Senkwehen waren. Mein Mann schaute auf die Uhr, um zu sehen wie lang die Wehenpausen waren. Ich versuchte mich noch etwas hinzulegen und auszuruhen, doch das empfand ich als sehr unangenehm. 23.30 Uhr rief mein Mann Romy zum ersten Mal an und schilderte die Situation. Sie sagte, wir sollten versuchen noch etwas zu schlafen und wieder anrufen, wenn die Wehen stärker würden. Mein Mann stand mir tapfer zur Seite und ich konzentrierte mich auf die Atmung wenn die Wehen kamen. Gegen 0.30 Uhr riefen wir Romy wieder an, da die Wehen bedeutend stärker geworden waren. Sie war ca. 20 min später da, untersuchte mich, schrieb ein CTG und half mir, richtig zu atmen. 2 Uhr beschlossen wir, ins Krankenhaus zu fahren. Endlich im Geburtensaal angekommen, zog ich mich erstmal um und Romy legte mir ein tragbares CTG an. Danach probierte ich wieder verschiedene Positionen aus. Ich war erstaunt darüber, dass ich zwischen den Wehen dasaß als wäre nix.
Romy ließ in der Zwischenzeit Wasser in die Wanne, da wir uns eine Wassergeburt wünschten. In der Wanne angekommen hatte ich Pressdrang. Romy wollte mich noch einmal untersuchen, doch ich ließ sie nicht. Bei der nächsten Wehe wollte ich schon mitpressen, doch Romy bat mich noch etwas zu warten und die Wehen zu veratmen. Von da an wollte ich sie nicht mehr von der Wanne gehen lassen – denn ich brauchte sie!
Nach einiger Zeit sagte Romy, sie sehe schon das Köpfchen und ich solle mal fühlen. Dies gab mir einen richtigen Kraftschub. Irgendwann presste und schrie ich zugleich. Als ich nach einigen Presswehen hörte wie Romy den Arzt anrief, war ich erleichtert denn ich wusste, ich hatte es gleich geschafft. Um 7.55 Uhr war es soweit: Sarah erblickte das Licht der Welt. Mein Mann und ich waren überglücklich. Nach einigen Minuten trennte mein Mann die Nabelschnur und ich stieg aus der Wanne, um im Bett noch die Nachgeburt zu gebären. Als auch das geschafft war, hatte ich erstmal Zeit mich zu erholen. Mein Mann und Romy versorgten Sarah und dann kam sie das erste Mal an meine Brust.
Auch wenn so eine Geburt ein harter Kampf ist, freue ich mich schon jetzt auf meine nächste Schwangerschaft und Geburt mit hoffentlich genauso wunderbarer Betreuung!